Betriebsratswahlen 2010 Autostadt

Betriebsratswahl: IG Metall vs. Betriebsrat Autostadt

Betriebsratswahl 2010 im Februar

Betriebsrat Autostadt

Am gestrigen Freitag begann die „heiße Phase“ der Betriebsratswahlen in der Autostadt. Sie findet am 18.Februar 2010 von 9 bis 17 Uhr im Besprechungsraum des Betriebsrates im Service Haus, 2.OG, Raum 2410 statt.

Das Jahr des zehnjährigen Bestehens beginnt in der Autostadt zunächst einmal ganz unfeierlich. Am 18. Februar wird nach vielen Querelen im Vorfeld ein neuer Betriebsrat gewählt.

Wer auch immer das Gremium danach dominiert: Die Geschäftsleitung wird sich mit konsequenten Forderungen auseinandersetzen müssen. Derzeit ist die Atmosphäre zwischen den offiziellen Sozialpartnern nämlich alles andere als harmonisch. Der durch vier Rücktritte dezimierte Noch-Betriebsrat um den Vorsitzenden Willi Giebel und die Geschäftsleitung sehen sich fast ausschließlich vor Gericht, um Mitspracheregelungen jedweder Art zu klären.

Zur Neuwahl treten vier Listen an. Frank Patta, Chef der einflussreichen Wolfsburger IG-Metall-Verwaltungsstelle, machte gestern deutlich, dass die Arbeitgeberseite nicht damit rechnen sollte, von einer zerstrittenen und schwachen Arbeitnehmervertretung zu profitieren. „Das wollen weder wir noch die anderen Bewerber. Die IG Metall wird nach der Wahl keinen Kuschelkurs fahren“, warnt der 1. Bevollmächtigte.

Die Autostadt als klassischer Dienstleistungsbetrieb hat sich vor zehn Jahren bei der Gründung im engen Schulterschluss von IG Metall und Belegschaft bereits deutlich bessere Vereinbarungen der Metallbranche gegenüber der Dienstleistungstarife gesichert. Dieses Privileg soll und kann auch für die Zukunft nur mit einer starken IG Metall verteidigt werden. Ganz entscheidend für die Wahl am 18.Februar ist die gute und gründliche Vorbereitungsarbeit. Sicherheit für die Belegschaft und ein Vertrauensverhältnis zum Betriebsrat ist Grundlage einer guten, einvernehmlichen und erfolgreichen Arbeit des Betriebsrates. Beschäftigungssicherung ist vorrangiges Ziel in den nächsten Wochen und Monaten.

Sozialmächtigkeit ihres Betriebrates soll für Mitarbeiter der Autostadt, die sich täglich einer großen Erwartungshaltung der Besucher ebenso wie der Leitung der Autostadt gegenüber stellen müssen, ein gemeinsames Ziel sein. Eine ähnlich hohe Sozialmächtigkeit wie sie die „große Schwester“ IG Metall auszeichnet. Das Spitzenteam für die Betriebsratswahl der Autostadt besteht aus „Aktivisten der ersten Stunde“:

Martina Musial

Martina Musial Vertrauenskörperleitung und Initiatorin tätig im Technischen Infrastukturmanagement hat bereits bei der Autostadt gearbeitet, als diese noch in der Entwicklungsphase war. Bereits im September 1999 begann ihre Tätigkeit. Martina Musial ist alleinstehend und hat keine Kinder.

Iris Exner

Ebenso wie bei Volkswagen sei das Thema Beschäftigungssicherung auch in der Autostadt in diesem Jahr das zentrale Anliegen. „Wir wollen diese Beschäftigungssicherung. Und wir wollen sie über das Jahr 2011 hinaus und ohne dass wir sie uns mit irgendetwas erkaufen müssen“, machte Patta klar. Hinter der Liste stehe die geballte Macht der Organisation. Iris Exner, Spitzenkandidatin der IG-Metall-Wahlliste, betont, dass das Programm „eins zu eins die Probleme der Belegschaft“ widerspiegele.

Iris Exner Vertrauensfrau, heute OPS Kundencenter hat ebenfalls bereits zwei Monate vor der Eröffnung der Autostadt als Gästebetreuerin begonnen. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Schon seit Gründung ist sie auch im Betriebsrat aktiv.

Thorsten Bentlage

Vertrauensmann – OPS AutoLab hat 2001 auch als Gästebetreuer in der Autostadt begonnen und war dann als Tourguide eingesetzt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Allen dreien gemeinsam ist die Tatsache, dass sie viele Stationen in der Autostadt durchlaufen haben und sich über interne Weiterbildungsmaßnahmen und Assessments zu den heute bekleideten Positionen hoch arbeiteten.

Sie kommen von der Basis. Sie wissen genau wie die Mitarbeiter „ticken“ und wo ggf. der Schuh drückt. Probleme die im Alltag ganz unvermeidbar sind, sind ihnen bestens bekannt und werden gelöst – jedenfalls meist. Wenn es einmal besonders schwierig wird, wollen sie Ansprechpartner, Mittler und Zuhörer sein. In der Autostadt gibt es schon einige sehr positive Dinge und Einrichtungen für die Beschäftigten. Dazu gehören Möglichkeiten der Altersteilzeit und der Betriebskindergarten, der an Werktagen von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist. Doch auch hier schlummern noch weitere Ausbaumöglichkeiten.

Beschäftigte die täglich an der Basis stehen und die Bedürfnisse der Besucher sehr genau kennen und die Geschäftsleitung, die als Lenker und Leiter des großen Unternehmens alle Eventualitäten bedenken, alle Prozesse organisieren und arrangieren muss, können nur in einem gemeinsamen Verfahren auch weiter erfolgreich sein. Der Betriebsrat versteht sich als Bindeglied, Moderator und Mediator zwischen Basis und Leitung. Die letzten zehn Jahre haben Maßstäbe gesetzt, die nur mit gemeinsamer Kraft und im besten Einvernehmen gehalten werden können. Es ist wichtig, dass ein geschlossenens Votum die Einmütigkeit und Entschlossenheit aller Mitarbeiter demonstriert. Damit wird auch für die nächsten zehn Jahre das Unternehmen Autostadt als Aushängeschild und Vorzeigebetrieb der Region weiter zum guten Image der Stadt, in und von der wir alle leben, beitragen.

Der noch amtierende Betriebsratschef Willi Giebel tritt jetzt unter dem Label der Christlichen Gewerkschaft Metall (CGM) an. „Aber das spielt für mich und meine Mitstreiter eine untergeordnete Rolle. Ich setze mich weiterhin nach bestem Wissen und Gewissen für die Interessen der Autostadt-Belegschaft ein“, sagt der 55-Jährige. Eines wünschen sich alle Listenvertreter – klare Verhältnisse im Betriebsrat. „Alles andere wäre das Schlimmste, was der Belegschaft passieren könnte“, weiß Frank Patta.

Land Niedersachsen – Klinikum Wahrendorff

Klinikum Wahrendorff

Geschäftsführung einigt sich mit Land über Pflegesätze Geschäftsleitung feiert sich auf Mitarbeiterversammlung – Beschäftigte erhalten weiterhin keine Lohnerhöhungen – Gewinnverschiebungen in Wilkening-Firmen? Sehnde/Ilten, den 21.03.09.

Nach einem mehr als zehn Jahre dauernden Rechtsstreit vor den Verwaltungsgerichten haben sich jetzt das Land Niedersachsen und die Klinikum Wahrendorff GmbH in einem Vergleich auf verbindliche Pflegesätze geeinigt. Der Streit darüber dauerte seit den neunziger Jahren an. Selbst die über 1.000 Gerichtsverfahren vor den Verwaltungsgerichten und Sozialgerichten brachte die Wahrendorff-Geschäftsleitung bislang keinen Zentimeter weiter. Immer wieder stellte das Unternehmen die Behauptung auf, dass sie durch zu geringe Pflegesätze in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerate. Weiterlesen

Betriebsrat greift IG Metall an

Betriebsrat vs. IG-Metall

Zoff: Autostadt-Betriebsrat greift IG-Metall-Chef Frank Patta an

Quelle: http://www.waz-online.de/newsroom/regional/dezentral/regional/art3699,816816

Willi Giebel fordert Entschuldigung – Gewerkschafts-Chef weist Vorwürfe entschieden zurück (ab) Wirbel um eine E-Mail: Autostadt-Betriebsratschef Willi Giebel hat sie an IG-Metall-Chef Frank Patta geschickt. Ultimativ fordert Giebel eine Entschuldigung von Patta.

Der weist die Angriffe entschieden zurück. 

Der Hintergrund des Streits bleibt nebulös: Giebel war gestern nicht erreichbar.

Allerdings: In einer E-Mail, die der WAZ vorliegt, behauptet der Autostadt-Betriebsrat, Patta habe sich auf der Mitgliederversammlung am 2. März „verbale Entgleisungen“ geleistet. Betriebsräte seien als „Drückerkolonne“ zur Werbung von IGM-Mitgliedern bezeichnet worden. Zudem behauptet der Autostadt-Betriebsrat, er selbst sei als „Feigling“ beschimpft worden. In der E-Mail fordert er von Patta eine Entschuldigung „in schriftlicher Form an alle Mitarbeiter der Autostadt“ bis zum 6. März. Andernfalls wolle Giebel „weitere Schritte einleiten“.

Frank Patta wies gestern die Vorwürfe auf das Schärfste zurück. „Die Darstellungen der Mitgliederversammlung sind verfälscht und verkürzt dargestellt“, sagte der IG-Metall-Chef.

Ansonsten wollte die Gewerkschaft das Schreiben, das auch an IG-Metall-Bundeschef Berthold Huber gesendet wurde, nicht kommentieren. Die IG Metall wolle die Angelegenheit intern mit den Betroffenen in der Autostadt klären.

Quelle

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Es stinkt mal wieder gewaltig in der Autstadt. Frank Patta wollte auf einer Klausurtagung den Betriebsrtat der Autostadt gegen dessen Willen stürzen. Einige BR-Mitglieder blieben an den Folgetagen der Klausur einfach fern! 

Da sollten doch mal schnell einige auswertige Betriebsrat Seminare und mehrere Betriebsrat Schulungen gebucht werden. 

Außer Haus und OHNE Gewerkschaft. Die IG Metall stinkt zum Himmel!

Porsche im Kündigungswahn?

Porsche scheint sich im Kündigungswahn zu befinden, denn das haben die Kaputtmanager schnell gelernt in ihren Workshops. Man versucht sein Glück erst gar nicht im Rahmen des üblichen Verfahrens mit einer ordentlichen und vielleicht noch einer außerordentlichen Kündigung, sondern man arbeitet mit dem Kopiersystem sozusagen. Konkret heißt das, der Arbeitnehmer wird oft mit den gleichen Argumenten drei, vier oder fünf Mal gefeuert. Weiterlesen