Porsche im Kündigungswahn?

Porsche scheint sich im Kündigungswahn zu befinden, denn das haben die Kaputtmanager schnell gelernt in ihren Workshops. Man versucht sein Glück erst gar nicht im Rahmen des üblichen Verfahrens mit einer ordentlichen und vielleicht noch einer außerordentlichen Kündigung, sondern man arbeitet mit dem Kopiersystem sozusagen. Konkret heißt das, der Arbeitnehmer wird oft mit den gleichen Argumenten drei, vier oder fünf Mal gefeuert.
Es soll sogar Fälle geben, da haben Mobbing-Opfer schon die 19. Kündigung erhalten. Und immer wurde die Kündigung mit der gleichen Kakophonie begründet. Richter in Deutschland akzeptieren so was ohne einmal nachzudenken. Staatsanwälte ermitteln auch nicht wegen der Vorsorgepflicht eines Arbeitsgebers gegenüber den Bürgern oder Arbeitnehmer, den Zusammenhang lernen die nämlich nicht im Seminar.

Der Zweck den die Täter mit den weißen Krägen anstreben ist klar, denn bei Verfahren vor dem Arbeitsgericht zahlt der Arbeitnehmer immer mit, egal ob er gewinnt. Meist ist das die Rechtschutzversicherung, die die Kosten tragen muss und irgendwann dann den Vertrag kündigt. Die Opfer von Schikane und Mobbing sind dann am Ende ihrer finanziellen Möglichkeit und müssen meist aufgeben und haben den Krieg am und um den Arbeitsplatz verloren. Da fragt man sich auch immer wieder, was meint eigentlich der alte und neue Vorsitzende mit seinem ständigen Spruch, auf gleicher Augenhöhe?

Porsche verfolgt offensichtlich das Ziel, den Vertrauensmann Ulrich Schirmer so finanziell zu schädigen, dass er aufgibt. Abgesehen davon, dass man die Gesundheit eines Opfers und Bürgers bewusst schädigt und das auch billigenden in Kauf nimmt, obwohl das GG ja die Gesundheit als ein Grundrecht ansieht.

Den Schwanz hatte Porsche und seine Anwälte schon beim 4. Prozess eingekniffen, so versucht man es jetzt eben erneut mit der alten Platte. Damals ließ Porsche kurzfristig den Prozess platzen, der Druck der Öffentlichkeit war zu stark. Die Anwälte hatten feuchte Hände bekommen in ihrem abartigen Spiel und sich gleich auf die fünfte Kündigung gestürzt.

Die Strategie ist heute klar, man schlägt so lange auf einen Mitarbeiter ein, bis er resigniert, aufgibt oder seine Existenz zerstört ist, das typische Verhalten von Mobbern oder Tätern. Einen Fall hatte ich ja oben beschrieben, der diese Strategie der Täter zu bestätigen scheint, denn Ulrich Schirmer ist immer beim bezahlen der Prozesskosten mit an Bord, obwohl er alle vier Prozesse bisher für sich entscheiden konnte. Hier liegt eines der Probleme, warum so viele Opfer vor den Gerichten Arbeitsgerichten scheitern, den nicht die Täter müssen die Zeche bezahlen, nein, man schröpft auch noch die Opfer und schikaniert sie in ihrem Elend der Ausgrenzung aus der Arbeitswelt noch zusätzlich. Ein perverses Spiel, das hier die Politiker in unser Rechtssystem implementiert haben. Daher ist eine große Öffentlichkeit am 23.09.08 sehr wichtig, denn nichts fürchten Täter, Richter und Anwälte mehr als das Licht der selbigen.

Und die Gewerkschaft (IGM) schaut mal wie immer weg, nur wenn es um ihre Funktionären wie bei OBI (ver.di) an den Kragen geht, dann entdecken sie plötzlich die Solidarität. Wie tief ist man eigentlich im Jahr 2008 dort gesunken? Wo ist nur die IGM von Willy Bleicher geblieben? Einst war der Süden das Rückgrat der Arbeitnehmerbewegung in Deutschland und Schrittmacher in der Demokratisierung der Arbeitswelt. Nach und mit Franz Steinkühler scheint man da nur noch seinen Stuhl zu hüten, gibt ja auch viel Kohle dafür, nicht war Kollegen Funktionäre?

Wir veröffentlichen daher nochmals den Aufruf von Ulrich Schirmer und bitten um Weiterleitung.

„An die demokratische Öffentlichkeit *** bitte weiterleiten ****

Der Solidaritätskreis gemaßregelter Porsche-Kollegen informiert:

Im September 2008 finden erneut 2 Verhandlungstermine im Prozessmarathon des ungerechtfertigt gekündigten Vertrauensmannes Ulrich Schirmer gegen die Porsche AG statt. Verhandelt wird jeweils vor dem Arbeitsgericht Stuttgart / Johannesstraße 86 / 70176 Stuttgart am:

– Dienstag, den 23. September 2008 um 14:40 Uhr im Saal 007 / Hochparterre die fünfte Kündigung im Gütetermin. Diese Kündigung ist genauso haltlos wie die voraus gegangenen und rechtskräftig zurückgewiesenen vier vorangegangenen Kündigungen.

Denn Porsche erhebt immer wieder die gleichen Kündigungsvorwürfe. Es geht ganz offensichtlich nur darum, den Kollegen aus dem Betrieb fernzuhalten!

Der Solidaritätskreis fordert erneut:

– unverzügliche Rücknahme der 5. Kündigung !

– Weiterbeschäftigung des Kollegen zu unveränderten Bedingungen!

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen fordern wir auch diesmal zur solidarischen Teilnahme an den Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht auf“.

hg

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Eine Antwort

  1. Diese Workshops scheinne von vielen Managern gern besucht zu werden. Es kommt mit langsam vor wie eine Rationalisierungswelle oder gar – das trifft es wohl eher – wirklich ein Kündigungswahn umherzugreifen…

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