Jo Ackermann kauft Postbank*

Schon erschreckend auf welch niedrigem Niveau der Postbankverkauf in Deutschland nach dem Fall Dr. Zumwinkel diskutiert wird. Sein „Ziehsohn“ von McKenzie hat nun den Tafelsilberausverkauf bei der Deutschen Post World Net eingeleitet, es blieb ihm ja auch kaum mehr Luft nach den Misserfolgen, die er nun Woche für Woche vermelden muss.

Die Postbank AG war ein Renner, denn sie hatte alleine fast nur die kleinen Leute mit ihrem Girokonto und Sparbuch zur Stammkundschaft. Eine Klientel übrigens, die Deutsche Bank in ihrem Größenwahnrausch der 90er Jahre aufgegeben hat und jetzt reumütig das „Sparbuch der Oma“ wieder entdeckt hat. Die Heuschrecken haben auch einem Ackermann klar gemacht, dass man Kaffee mit Wasser kocht.

Da bei der Post „DHL USA“ ein gigantisches Verlustgeschäft ist, braucht man Geld zur Deckung der Löcher. Dazu kommt die sich schlecht entwickelnde Bereiche Logistik und Paketdienst, die eigentlich nur durch den EXEL-Kauf gerettet werden konnten. “Post kauft Exel für 5,5 Milliarden Euro“*
Der Paketdienst in Deutschland ist ein Flop geworden, kaputtes Management und unfähige Betriebstellenleitungen wie in Rüdersdorf und Börnicke durch Beamte und ungelernte Ostverwaltungskräfte zeigen das Dilemma der Post generell auf, Vetternwirtschaft und dubiose Ostangestellte anstatt Fachleute.

Nun wissen wir ja seit Zumwinkel, dass die korrupten Manager aus den Beraterfirmen sich geschickt in Unternehmen durchsetzen können, die keine gewachsene Struktur haben, wie etwa Familienunternehmen. Und mit ver.di mischt eine Gewerkschaft mit, die in Ostdeutschland systematisch durch alte Kadargruppen der politischen DDR-Landschaft zersetzt ist.

Dies hat auch jetzt dazu geführt, dass der Briefdienst d urch Korruption und Misswirtschaft mehr und mehr trotz den Monopolbestrebungen der SPD, Steinbrück und Sommer vom DGB in eine Schieflage kommt.

Briefe von und aus Berlin zum Beispiel sind teilweise bis zu 4 oder 5 Tage unterwegs. Obwohl wir ein Postbeförderungsgesetz haben, dass E + 1 garantieren soll, wird der Kunde beim Nachfragen durch einen inkompetenten Service bedient. Wer die Zustände in den Berliner und Brandenburger Briefzentren kennt, weiß, wovon ich rede.

Und Manager in der Topetage haben sich noch nie um Probleme vor Ort gekümmert, dazu fehlte Ihnen immer die Zeit. Warum? Das wissen wir ja nun seit dem Fall Zumwinkel.
Und die Probleme der Banken werden dadurch auch nicht gelöst. In den USA gehen immer mehr Banken über den Jordan, die nächste schlechte Nachricht für eine deutsche Bank dürfte nur eine Frage der Zeit sein.

Und es fällt auf, dass im Bankenskandal um die Heus chrecken und die vielen Korruptionsaffären bei uns eigentlich nie die Rolle der Unternehmensberaterfirmen untersucht worden ist. Merkwürdig, oder?
Das ganze Management der Post AG besteht eigentlich aus einem Workshopkreis vom McKenzie, die sich bei dem Versandhaus Quelle kennen gelernt haben und Zumwinkel war ihr Teamleiter. Und nun spielen sie ihre Sandkastenspiele in der Realität, Leidtragende sind mal wieder die Kunden und Bürger in diesem Lande, wie immer.

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