Rewe-Manager und andere im deutschen Korruptionssumpf.

Korruption

Korruption

Der Zusammenbruch wegen Straftaten durch die Geschäftsführung des Geldtransportunternehmens HEROS* liegt nun schon einige Zeit zurück. Die vier angesehenen und beliebten HEROS-Manager plus Eigentümer wurden dafür endlich mal zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Eigentlich eine Rarität beim möglichen Weltmeister in Sachen Korruption.Kaum einer kann sich heute noch daran erinnern, was die Hintergründe waren, zu viele neue Schmiergeldaffären und Korruptionsfälle gab es bis heute in unserer Gesellschaft dazu. Alleine die Anzeichen bei Rewe-Mitarbeitern auf Zuwendungen an Dritte zeigt einmal mehr, dass wir in Deutschland schon längst eine interne Generalbestandsaufnahme brauchen.

Denn Korruption, so meine These, ist wie Mobbing nicht die Ausnahme, sondern der Regelfall im Jahre 2008. Erschreckend, einfach schockierend und ein Ende ist nicht abzusehen.

So gehen zum Beispiel die Staatsanwälte* in Niedersachsen davon aus, dass nicht nur Schmiergelder und Geschenke an Rewe-Mitarbeiter geflossen sind sondern auch Mitarbeiter der beiden Lebensmitteldiscounter Aldi* und Lidl* im Visier der Fahnder und Ermittler stehen, denn auch dort hat des Schneeballsystem seine Wirkungen nicht verfehlt. Die HEROS-Mitarbeiter haben wohl im wesentlichen mit Sachleistungen gearbeitet, dass ergibt wohl die Bestandsaufnahme im Falle eines Rewemitarbeiters, der schon vor zwei Jahren ausgeschieden ist.

Man sieht nun immer wieder neue Muster, mit denen die Korruption in Deutschland arbeitet, bei Siemens waren es gleich die Päckchen mit Scheinen, bei Dr. Zumwinkel der Deal über Lichtenstein, bei VW das Hartz-Bordell in der Privatwohnung und teuere Reisen ins Ausland. Eine Liste die sich beliebig fortsetzen lässt, denn eines ist klar, die Korruptionsmafia in Deutschland hat keinen Ehrenkodex, sondern nur eine gemeinsame Mutter, die Gier. Das unterscheidet uns auch von Ländern wie Italien, auf die wir so gerne mit unseren Fingern zeigen, wenn es um Korruption geht. Doch die italienische Mafia hat wenigstens einen Ehrenkodex, was dann auf bestimmte Muster schließen lässt und die Ermittlungen oft erleichtern, wenn auch das Risiko höher ist für die Ermittler.

Im Falle von HEROS wurden verspätete Zahlungseingänge so geschickt manipuliert, durch verschiedene Mitarbeiter in den genannten Konzernen, dass dies nicht auffiel. Das so genannte Schnellballsystem half dabei, Kundengelder zu veruntreuen. Feine Sache, was sich so Manager den ganzen Tag einfallen lassen, deshalb sind so wohl auch ständig im Stress, doch bei der kriminellen Energie verwundert einen dass nicht, oder?

Und man sieht im Fall HEROS ganz deutlich, wenn der Staatsanwalt richtig ermittelt, dann kommt mehr an den Tage, als man zu Anfang einer Affäre glaubt zu wissen. Wären nur alle Staatsanwälte so bei der Sache wie in Niedersachsen, dann hätte man wenigstens als Normalbürger das Gefühl, er wird etwas gemacht.

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